Die Rolle von Calciumchlorid bei der Abwasserbehandlung
Die Abwasserbehandlung lässt sich im Wesentlichen in physikalische und chemische Verfahren unterteilen. Bei der physikalischen Behandlung werden verschiedene Filtermaterialien mit unterschiedlichen Porengrößen eingesetzt. Durch Adsorption oder Blockierung werden Verunreinigungen aus dem Wasser entfernt. Besonders wichtig bei der Adsorption ist die Adsorption an Aktivkohle. Bei der Blockierung wird das Wasser durch ein Filtermaterial geleitet, sodass größere Mengen an Verunreinigungen zurückgehalten werden und so saubereres Wasser gewonnen wird. Ein weiteres physikalisches Verfahren ist die Fällung. Dabei schwimmen kleinere Mengen an der Wasseroberfläche und werden abgefischt, während größere Mengen sich unter der Oberfläche absetzen und anschließend aufgefangen werden. Die chemische Behandlung wandelt die Verunreinigungen mithilfe verschiedener Chemikalien in für den menschlichen Körper weniger schädliche Substanzen um oder konzentriert sie. Für die chemische Behandlung wird dem Wasser über einen längeren Zeitraum Alaun zugesetzt. Nach der Abscheidung der Verunreinigungen und der damit verbundenen höheren Konzentration können diese durch Filtration entfernt werden.
Calciumchlorid, ein häufig in der Abwasserbehandlung eingesetztes Mittel, ist eine anorganische Verbindung, genauer gesagt ein Salz aus Chlor und Calcium, ein typisches ionisches Halogenid. Chloridionen können Wasser sterilisieren, schädliche Bakterien abtöten und die Toxizität des Wassers reduzieren. Calciumionen können die im Wasser enthaltenen Metallkationen ersetzen, toxische Schwermetallionen abtrennen und ausschließen sowie die Ausfällung von Calciumionen verhindern, wodurch eine gute Desinfektions- und Reinigungswirkung erzielt wird.
Im Folgenden wird die spezifische Rolle von Calciumchlorid bei der Abwasserbehandlung erläutert:
1. Calciumchlorid, gelöst in Wasser, nachdem das Chloridion eine sterilisierende Wirkung hat.
2. Calciumionen können Metallkationen im Abwasser ersetzen, insbesondere bei der Abwasserbehandlung von metallkationenhaltigen Abwässern. Um die Schädigung der biochemischen Anlagen durch hochtoxische Metallkationen zu reduzieren, wird Calciumchlorid in der Vorbehandlung zur Entfernung dieser toxischen und schädlichen Substanzen eingesetzt und spielt dabei eine Schlüsselrolle. Wird diese Substanz im Abwasser verwendet, wirken Chloridionen bakterizid. Die gebildeten Calciumionen bilden Calciumhydroxid, das ausfällt und entfernt wird.
3. pH-Neutralisierung und Vorregulierung des sauren Abwasserrohrnetzes zur Verlängerung der Lebensdauer des Rohrnetzes.
Spezifisches Anwendungsverfahren: Nachdem das Abwasser im Ausgleichsbehälter gesammelt wurde, wird es mittels einer Hebepumpe in den Koagulationsbehälter befördert. Der Koagulationsbehälter ist in zwei Bereiche – einen Bereich mit langsamer und einen mit schneller Durchmischung – unterteilt, was insgesamt vier Reaktionsstufen ergibt. Im Bereich mit schneller Durchmischung wird Natriumhydroxid über eine Dosierpumpe zugegeben, um den pH-Wert des Mischwassers auf 8 einzustellen. Gleichzeitig werden wasserlösliches Polyaluminiumchlorid und Calciumchlorid hinzugefügt. Durch die Zugabe des Flockungsmittels Polyacrylamid im Bereich mit langsamer Durchmischung koagulieren die gebildeten Calciumchloridpartikel miteinander und bilden größere, granuläre Flocken. Nach der Flockung fließt das Abwasser in den Absetzbehälter, wo es sich durch natürliche Sedimentation absetzt und die Fest-Flüssig-Trennung erreicht. Der Überstand wird aus dem oberen Teil des Absetzbehälters abgeleitet und fließt anschließend in die zweite Koagulationsphase. Nach der sekundären Koagulation und Fällung durchläuft das Wasser nach der Online-Fluoridionenmessung einen Beutelfilter und einen Aktivkohlefilter und gelangt in das Säure-Base-Neutralisationsbecken auf Kundenseite. Dort wird der pH-Wert eingestellt und das Wasser abgeleitet. Nicht normgerechtes Wasser wird in den Konditionierungstank geleitet und anschließend weiter aufbereitet.














